Leidenschaft für den Nachwuchs: Warum Technik und Athletik das Fundament des Erfolgs sind

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist für mich weit mehr als nur ein Beruf – es ist eine Berufung. Im Kanurennsport werden die Grundlagen für lebenslange Fitness, Disziplin und sportlichen Erfolg in jungen Jahren gelegt. Mein Ziel ist es nicht nur, junge Talente zu fördern, sondern ihnen eine Technik und eine athletische Basis mitzugeben, die im internationalen Vergleich Bestand hat.

Ferenc Csipes als Schlagmann

Ferenc Csipes war in den 80er und 90er Jahren der dominierende Athlet im Kajak-Herrenbereich. Seine Titelsammlung ist der Beweis für seine technische und physische Überlegenheit:

Olympiasieger: 1988 in Seoul (K4 1000m)

8-facher Weltmeister: Goldmedaillen in den Jahren 1985, 1986, 1987, 1989, 1990 und 1991 (über 500m, 1000m und 10.000m).

Mehrfacher Olympia-Medaillengewinner: Silber in Barcelona 1992 und Silber in Atlanta 1996 (K4), Bronze in Seoul 1988 (K2).

Weltsportler: Er wurde 1991 zum ungarischen Sportler des Jahres gewählt.

Warum er als Schlagmann unerreicht war

Ferenc Csipes war kein gewöhnlicher Paddler; er war der „Taktgeber einer Nation“. Wer ihn im Boot beobachtete, sah die perfekte Symbiose aus Kraft und Eleganz. Sein Schlag war das Gesetz im Boot – absolut präzise, kraftvoll aus den Beinen und mit einer Ruhe im Oberkörper, die seinen Hintermännern blindes Vertrauen ermöglichte.

Es gibt viele starke Athleten, aber nur wenige „geborene“ Schlagmänner. Csipes hatte das seltene Gespür für die Hydrodynamik des Bootes. Er wusste instinktiv, wie er das Wasser „greifen“ musste, um das Boot zum Gleiten zu bringen, anstatt es nur mit Kraft zu bewegen. Er war der Motor und das Gehirn des legendären ungarischen Vierers, der über ein Jahrzehnt die Weltspitze definierte.

Diese Fähigkeit, Technik nicht nur selbst anzuwenden, sondern als Trainer auch an die nächste Generation (wie seine Tochter Tamara) weiterzugeben, macht ihn zu einem der größten Mentoren des modernen Kanusports. Wer von seiner Schule lernt, lernt, wie man das Wasser beherrscht.

Meine Philosophie: Technik, Mobility und Core

Ein schneller Paddelschlag ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels von Körper und Boot. In meinem Training lege ich größten Wert auf drei Säulen:

Die ungarische Technik: Ich lehre die traditionelle, hocheffiziente ungarische Schule. Das Besondere daran: Der Ellenbogen bleibt unten, während die Hauptarbeit nicht aus den Armen, sondern durch den massiven Einsatz der Beinarbeit und der Rotation erledigt wird. Das Boot wird durch den ganzen Körper bewegt, nicht nur durch die Kraft der Hände.

Mobility (Mobilität): Nur ein beweglicher Körper kann die volle Reichweite des Schlags nutzen. Wir arbeiten gezielt an der Beweglichkeit der Hüfte und der Wirbelsäule, um Verletzungen vorzubeugen und die Effizienz zu steigern.

Core-Stabilität: Die Kraft aus den Beinen muss über die Körpermitte auf das Paddel übertragen werden. Ein starker Core ist die Brücke zwischen Wasser und Athlet.

Meine Wurzeln: Gelernt von den Legenden

Meine Fachkompetenz beruht auf der Erfahrung und dem Wissen der besten Trainer der Welt. Ich hatte die Ehre, von wahren Legenden des ungarischen Kanusports zu lernen, deren Erfolge bis heute unerreicht sind:

László Nagy: Ein Meister seines Fachs, der Generationen von Kanuten bis hin zu Weltmeisterschaften geformt hat. Von ihm habe ich gelernt, wie man junge Talente geduldig und konsequent an die Weltspitze führt.

László Babella: Eine absolute Legende. Mit seinem Namen und den von ihm ausgebildeten Trainern sind unglaubliche 8 Olympiasiege verbunden. Sein Verständnis für Biomechanik und Renntaktik prägt meine Arbeit bis heute.

Ferenc Csipes: Als Olympiasieger verkörpert er das Maximum dessen, was man im Boot erreichen kann. Die Zusammenarbeit mit ihm und der Einblick in den Weg seiner Tochter, Tamara Csipes, bis hin zu ihren olympischen Triumphen, haben mir gezeigt, wie wichtig Detailarbeit auf höchstem Niveau ist.

Von den Besten lernen: Zusammenarbeit mit Hartmut Austinat

Um meinen Schützlingen die bestmögliche Ausbildung zu garantieren, trainiere ich aktuell selbst bei einem der erfahrensten Experten der deutschen Kanu-Szene: Hartmut Austinat.

Als ehemaliges Mitglied des deutschen Kaders und Erfolgstrainer, der zahlreiche Nachwuchssportler zu beachtlichen Erfolgen geführt hat, ist er für mich eine unschätzbare Quelle des Wissens.

Ich lerne von ihm die Feinheiten der deutschen Technik.

Wir tauschen uns intensiv über die pädagogische Arbeit und den Umgang mit Kindern im modernen Sportumfeld aus.

Warum die Arbeit mit Kindern?

Kinder sind wie unbeschriebene Blätter. Ihnen die richtige Technik von Anfang an beizubringen, ist einfacher und nachhaltiger, als später Fehler mühsam korrigieren zu müssen. Wenn ich sehe, wie ein junger Sportler zum ersten Mal den „Druck“ aus den Beinen richtig nutzt und das Boot unter sich nach vorne springen spürt – das ist der Moment, für den ich Trainer bin.

Ich möchte mein Wissen weitergeben, damit die nächste Generation nicht nur schneller paddelt, sondern den Sport mit derselben Leidenschaft und Präzision ausübt, die mir meine Mentoren vorgelebt haben.

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