Die Trainingseinheit im Kanurennsport (bis 14 Jahre) – Warm-up, Hauptteil, Cool-down
Warum Struktur wichtig ist?
Eine gute Trainingseinheit im Kanurennsport hat immer eine klare Struktur. Das hilft Kindern bis 14, weil sie so wissen: erst vorbereiten, dann arbeiten, dann runterfahren. Das senkt das Verletzungsrisiko und verbessert die Technik im Rennkanu.
Warm-up – allgemein vs. speziell
Allgemeines Warm-up bedeutet: Körper „an“ machen.
- 5–10 Minuten locker bewegen (laufen, lockeres Paddeln, kleine Spiele)
- Mobilität: Schulter, Hüfte, Brustwirbelsäule
- leichte Aktivierung: Rumpfspannung, Schulterblätter
Spezielles Warm-up bedeutet: Paddeln „sauber“ vorbereiten.
- Technikübungen (z. B. Druckphase fühlen, sauber eintauchen)
- kurze Steigerungen (nicht Vollgas, eher „wach werden“)
- 2–4 kurze Starts, wenn im Hauptteil schnell gefahren wird
Für U14 ist das spezielle Warm-up Gold wert: Es verhindert, dass man „kalt“ in schnelle Belastungen geht und dabei schlechte Technik einübt.
Hauptteil – Technik + Ziel der Einheit
Der Hauptteil ist der Kern. Für Paddler bis 14 sollte er fast immer zwei Dinge enthalten:
- Technikziel (z. B. ruhige Wasserlage, saubere Zugrichtung, Rhythmus)
- Belastungsziel (z. B. locker ausdauernd, kurze Sprints, Intervalle)
Wichtig im Rennkanu: Sobald die Technik deutlich schlechter wird, ist der Reiz oft nicht mehr sinnvoll. Dann lieber Pause, kürzer machen oder Technikteil einschieben.
Cool-down – runterfahren und besser regenerieren
Ein gutes Cool-down ist simpel:
- 5–10 Minuten locker auspaddeln
- kurze Mobilität (Schulter/Brust/Hüfte)
- warm anziehen, trinken
Für Kinder ist Cool-down auch „Kopf aus“: Training ist vorbei, der Körper kann umschalten.
